Liefer- und VersandkostenDatenschutzAGBImpressumKontakt
Ihr KontoWarenkorbKasse
Windows VISTA

Im Januar 2007 hat Microsoft das neue Betriebssystem "Windows Vista" auf den Markt gebracht. Windows Vista verlangt etwas mehr Systemressourcen als Windows XP. Wenn man also plant in naher Zukunft auf Windows Vista umzusteigen, dann sollte der Computer über 1 GB RAM und eine gute Grafikkarte verfügen.

Wenn man den Kauf eines neuen PCs oder Notebooks plant, sollte man drei Dinge beachten:

    Werbeaussagen zur Hardware: In der Werbung sollte man zwei (drei) Gütesiegel beachten:
  1. "Windows Vista Capable": Setzt einen Rechner mit 800 MHz CPU Geschwindigkeit, 512 MB RAM und DirectX 9 Unterstützung voraus. Der neue AERO Look ist damit nicht möglich (Erklärung zu AERO Look siehe unten).
  2. "Windows Vista Ready" (Inoffizielle Einstufung): Wie Vista Capable, allerdings MIT der Möglichkeit, den AERO-Look darzustellen (aber NICHT "AERO Glass").
  3. "Windows Vista Premium Ready": Setzt einen Rechner mit 1 GHz CPU Geschwindigkeit, 1024 MB RAM,  Grafikkarte mit 128 MB und DirectX 9 Unterstützung voraus. Volle AERO Glass Look Unterstützung.
    Vista Versionen:
  1. "Vista Home Basic": Abgespeckte "Home Premium"-Version – besonders bei der grafischen Features. Von einem Fertig-PC mit "Vista Home Basic" ist abzuraten. Das zeugt nur davon, daß der PC-Hersteller alte Hardware verbaut hat, die Vista nicht im vollen Umfang nutz – besonders im Grafikbereich.
  2. "Vista Home Premium" – genau richtig für den Heimanwender. Diverse Multimedia-Unterstützung; z.b. Media Center Unterstützung, Movie Maker HD, DVD Video Schnitt-Programm, zusätzliche Spiele.
  3. "Vista Business" – mehr Funktionen für den geschäftlichen Einsatz (Remotedesktop, Windows Fax, Domänenbeitritt, Gruppenrichtlinien, etc.) aber weniger Multimedia-Erweiterungen (keine Media Center Unterstützung, Movie Maker HD, DVD Video Schnitt-Programm, weniger Spiele)
  4. "Vista Ultimate" – enthält alles aus Premium und Business
    Vista Preise:
  1. Original Microsoft Version: Schönere Verpackung und die Möglichkeit zwei kostenlose Support-Anfragen an Microsoft zu richten.
  2. SB-Versionen (System-Builder- Version): Schlichtere Verpackung und keine kostenlosen Support-Anfragen an Microsoft.

Und die Preisunterschiede sind recht heftig. Während "Vista Home Premium SB" schon für etwa 85 EUR erhältlich ist, kostet die original "Vista Home Premium" ca. 180 EUR.

Daneben gibt es noch sogenannte OEM-Versionen (Original Equipment Manufacturer = Originalgerätehersteller). Das sind spezielle Versionen, wo die PC-Hersteller (z.B. Fujitsu Siemens) schon Treiber für ihre Hardware mit auf der DVD hinterlegt haben. Vorteil: Ein Fertig-PC mit OEM-Version hat also meist alle notwendigen Treiber gleich mit auf der DVD. Nachteil: Mitunter lassen sich diese OEM-Versionen NUR auf dem PC installieren, für den sie gedacht sind. Möchte man also später mal diese OEM-Version auf einem anderen PC installieren, können diese Versionen die Installation verweigern.

Die auffälligste Änderung bei Windows Vista ist die neue, bunte Oberfläche – AERO genannt. Aber diese kann man auch deaktivieren. Es gibt 3 verschiedene Ansichten / Oberflächen:

  • Windows Classic - wie bei Windows 95/98/2000
  • AERO Basic (Starteinstellung)
  • AERO Glass - mit diesen zusätzlichen Merkmalen:
    • Transparente Rahmen
    • Flip-3D (Windows-Taste + Tab)
    • Inhaltsvorschau über die Taskbar

Im Gegensatz zu Windows XP mit der bunten "Luna"-Oberfläche hat die bunte AERO Oberfläche von Windows Vista keinen spürbaren Einfluß auf die Rechengeschwindigkeit, weil Windows Vista sehr viel Arbeit für die Berechnung der Grafiken (z.B. Transparent-Effekte) an die Grafikkarte delegiert. Es ist also reine Geschmackssache ob man "Windows Classic", "AERO Basic" oder "AERO Glass" verwendet.

Weitere offensichtliche Veränderungen:

  • In Windows Vista läßt sich eine "Sidebar" aktivieren, in der kleine Mini-Programme "Gadgets" ablaufen können. Z.B. eine Analog-Uhr, Börsenticker, Wetterbericht, etc.
  • Die kleine Uhr (rechts unten in der Taskbar) kann zusätzliche Weltzeit-Uhren anzeigen
  • Es ist ein Termin-Planer / Kalender enthalten. Einzelne Termine können auch für andere Benutzer des gleichen Computers oder über das Netzwerk für andere Computer "einsehbar" gemacht werden (z.B. für Terminabsprachen)
  • Windows Vista enthält eine Spracherkennung / Sprachsteuerung. Mittels eines Mikrophons läßt sich der komplette Computer steuern oder es können Briefe und Emails diktiert werden.

Windows Vista enthält folgende Zusatzprogramme:

  • Windows DVD-Maker: Zum schneiden, vertonen, Menügestaltung und brennen von eigenen DVDs
  • Neue Spiele: Schach, Mahjong und einige weitere Kinderspiele
  • Der Windows Media Player 11 kann auch als Media-Center arbeiten: Andere Computer im heimischen Netzwerk können auf zentral gespeicherte Filme und Musik zugreifen
  • Defender: Zusatzprogramme zum Schutz gegen Spionage-Software

Auch unter der Haube hat sich viel getan
Windows Vista enthält einen verbesserten "Kernel-Schutz": Andere Programme und Treiber können das eigentliche Betriebssystem ("Kernel") nicht mehr so leicht verändern. Dies führte bei früheren Betriebssystemen immer wieder zu Problemen, weil manche Programme dachten, sie müßten etwas ver(-schlimm-)bessern.

Die Windows Vista Firewall ist verbessert worden
USB Memory-Sticks zur Erweiterung des Arbeits-Speichers eingesetzt werden.
Mit der Funktion "Shadow-Copy" können einzelne Dateien (Briefe, Bilder, etc.), die versehentlich gelöscht oder überschrieben wurden, wiederhergestellt werden. Die von Windows XP her bekannte Funktion "Systemwiederherstellung" konnte nur Programme und Einstellungen wiederherstellen – keine Dokumente und Bilder.
 
Für den mobilen Einsatz bei Notebooks lassen sich unterschiedlich sichere  Netzwerke vorkonfigurieren: Z.B. für den Einsatz an öffentlichen "HotSpots" (Flughäfen, Hotels, etc.) oder den privaten Einsatz im heimischen Netzwerk (Freigabe von Dateien deaktivieren, DHCP)

Selbst der "Administrator" mit allen Rechten unterliegt dem Benutzerkontenschutz (UAP=User Account Protection, UAC=User Account Control): Bei systemkritischen Veränderungen wird man extra darauf hingewiesen, daß man diese Veränderungen nur machen sollte, wenn man weiß, was man tut.

Resümee
Ob man Windows Vista jetzt schon braucht oder erst in ein bis zwei Jahren, muß jeder für sich selbst entscheiden. Insgesamt hat Microsoft mit Windows Vista das Betriebssystem in sehr vielen Punkten übersichtlicher und leichter zu bedienen gemacht. Viele nützliche Funktionen wurden eingebaut. Viele Einstellungen sind einfacher zu finden und "offensichtlicher". Zusätzlich ist das gesamte System sicherer (Firewall, Defender, Benutzerkontenschutz) und stabiler (Kernel-Schutz, etc.). Insgesamt kann man mit Windows Vista produktiver arbeiten. Und nach einer Übergangszeit von vielleicht zwei Jahren werden neue Programme und Programm-Updates wohl nur noch für Windows Vista zur Verfügung stehen.


Zurück